Dvigrad: Die Ruinenstadt in Istrien

Dvigrad ist eine richtig eindrucksvolle Ruinenstadt auf der Halbinsel Istrien, nicht weit von den größeren Urlaubsorten Rovinj und Porec entfernt. Bei einer Besichtigung staunt man über die noch gut erhaltenen Überreste der einst so imposanten mittelalterlichen Festungsanlage, und fühlt sich bei einem Rundgang durchs Areal etwas in der Zeit zurückversetzt. Touristisch noch wenig erschlossen, erkundet man diese verlassene Burg manchmal ganz für sich alleine, was der mystischen Ruinenstadt eine ganz besondere „Lost Place“ Atmosphäre verleiht. Vielleicht ist Dvigrad gerade deshalb noch ein echter Geheimtipp, den man sich bei keiner Reise durch Istrien entgehen lassen sollte.

In diesem Reiseführer findest du alle wichtigen Informationen zu Dvigrad in Kroatien. Wir zeigen dir tolle Bilder und geben zahlreiche Tipps, die dir garantiert bei deiner Ausflugsplanung helfen werden.

Gut zu wissen!

Dvigrad erreicht man am einfachsten mit dem Auto. Viele unternehmen aber auch eine Tour mit dem Fahrrad von den umliegenden Urlaubsorten der Umgebung aus, zur Ruinenstadt.

Die Ruinenstadt Dvigrad ist definitiv eines der Highlights im Hinterland der istrischen Halbinsel! Die schönsten Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten in Istrien verraten wir dir hier.

In der Hauptsaison öffnet gleich neben der Ruinenstadt ein kleiner Imbiss mit regionaler Küche und Souvenirs. Zudem werden dort kostenfreie Parkplätze für Gäste bereitgestellt.

Falls du auf der Suche nach einer guten Unterkunft in der Nähe von Dvigrad bist, dann können wir dir das Apartments Faris mit Pool und das wunderschöne Ferienhaus Villa Grguci ans Herz legen.

 

Allgemeine Informationen zu Dvigrad

Die Ruinenstadt Dvigrad befindet sich im Herzen von Istrien, im sogenannten Draga-Tal, und wurde im Jahr 1997 zum Kulturerbe erklärt. Daraufhin starteten Sanierungen und Restaurierungen, aber auch Ausgrabungen, die neue Erkenntnisse über das dortige Leben im Mittelalter zutage gebracht haben. Der Name Dvigrad bedeutet so viel wie „zwei Städte“, was darauf schließt, dass es sich ursprünglich gleich um zwei Burgen gehandelt hat. Besichtigen kann man heute noch die Überreste der nördlichen Burg Moncastello, die südliche Burg Castel Parentino hingegen wurde bereits im 10. Jahrhundert zerstört.

In der Blütezeit sollen in dieser Stadt bis zu 1.000 Einwohner gelebt haben. Dank der günstigen Lage, einer Trinkwasserquelle und dem fruchtbaren Land stellte Dvigrad ein bedeutendes Handelszentrum der Region dar. Über 200 Bauwerke, darunter Häuser, Wehranlagen, Türme, Tore, Straßen, Kirchen und Stadtmauern waren Teil der damaligen Stadt Dvigrad. Interessant ist auch, dass die Ruinenstadt nie zerstört, sondern erst Ende des 17. Jahrhunderts verlassen wurde. Heute steht daher noch ein Großteil der Mauern, und man staunt über die teils noch gut erhaltenen Ruinen aus dem Mittelalter.

Zur damaligen Zeit war die Stadt umgeben von zweifachen Schutzmauern, es gab drei Stadttore, und innerhalb der Anlage stehen drei Türme aus dem 14. Jahrhundert. Eine der wohl wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Dvigrad ist die Kirche der hl. Sofia. Noch heute thront sie über die Ruinenstadt am höchsten Punkt des ehemaligen Ortes. Ihre Form einer 3-schiffigen Basilika hat diese große Kirchen-Ruine bereits aus dem 13. Jahrhundert, wobei ihr Ursprung sogar schon im 5. Jahrhundert gewesen sein soll.

Die Geschichte von Dvigrad

Die Geschichte von Dvigrad geht zurück bis in die Zeit der Illyrer, wobei die Siedlung das erste Mal im 9. Jahrhundert schriftlich erwähnt wurde. Ausgrabungen zeigen, dass die älteste Kirchen-Ruine wohl bereits aus dem 5.-6. Jahrhundert stammen soll. Während der Geschichte wurde die Burg mehrmals angegriffen, geplündert und von Krankheiten heimgesucht. Einen starken Rückschlag erhielt die Stadt Dvigrad vor allem im 16. Jahrhundert, als ein dauerhafter Konflikt zwischen Venedig und Österreich herrschte. Zudem wütete kurz danach die Pest, und es gab eine Malariaepidemie. Um 1631 verließen fast alle Einwohner das Dorf und flüchteten in die Orte der Umgebung oder starben an den Krankheiten. Nur die Ärmsten blieben, bis schlussendlich 20 Jahre später die Stadt aufgegeben wurde.

Über die Ruinenstadt findet man mehrere spannende Legenden. Sogar der berüchtigte Pirat Kapitän Henry Morgan soll einer Sage nach, seinen Schatz aus der Karibik in der Burg Dvigrad versteckt haben, als er vor den Engländern in den Limski Kanal floh. Bis heute wurde jedoch dieser Piratenschatz nicht gefunden. Dafür bringt die „Route des Kapitän Morgan“ Radfahrer von Rovinj in die schönsten Orte der Umgebung bis zur Ruinenstadt Dvigrad.

 

Tolle Unterkünfte in der Nähe von Dvigrad

In der Nähe der Ruinenstadt Dvigrad findest du ein paar hübsche Unterkünfte. Bei den meisten Übernachtungsmöglichkeiten handelt es sich um privat geführte Ferienwohnungen oder Ferienhäuser in ruhiger Lage. Falls du auf der Suche nach Tipps für Unterkünfte in der Nähe von Dvigrad bist, dann können wir dir diese Empfehlungen mit auf den Weg geben…Ein Blick lohnt sich!

  • Ferienhaus mit Pool: Ein Geheimtipp ist die Villa Grguci in toller Ruhelage, nur ein paar Kilometer von der Ruinenstadt entfernt und mit herrlichem Pool ausgestattet.
  • Ferienhaus mit Aussicht: Die Villa Ana Rita begeistert ihre Gäste mit herrlicher Aussicht in absolut idyllischer Lage. Toll ist auch der Pool, der für die nötige Abkühlung sorgt.
  • Apartments mit Pool: Die Apartments Faris bieten verschieden große Ferienwohnungen in der Nähe von Dvigrad. Auch ein Pool steht den Gästen bereit.
  • Günstige Ferienwohnung: Das Apartment Helena ist eine gute und günstige Ferienwohnung gleich in der Nähe von Dvigrad. Auch die Gastfreundschaft ist phänomenal.

Mehr über Istrien:

Bei den Links in diesem Betrag handelt es sich teilweise um sogenannte Affiliate-Links. Durch einen Klick und einer Buchung erhalten wir eine kleine Provision. Dein Reisepreis ändert sich dabei aber nicht.


 

Comments are closed.