Merzouga – Wüstentour und Kameltrekking in Marokko

 

Eine Wüstentour in Merzouga auf den Rücken eines Kamels hinein in die Sahara ist wohl eines der tollsten Erlebnisse welches das Reiseland Marokko zu bieten hat. Im Süden des Landes, von der kleinen Wüstenstadt aus, formen sich die ersten goldgelben Sanddünen. Merzouga ist der optimale Ausgangspunkt für Wüstentouren und Kameltrekking in Marokko. Dieser Teil der Sahara lockt mit den größten Dünen Marokkos, die bis zu 180 Meter hoch werden können. In diesem Blog Artikel erzählen wir über unsere Erfahrungen vom Kameltrekking in Marokko.  Zudem teilen wir mit euch die gesammelten Eindrücke einer unvergesslichen Wüstentour mit Übernachtung im Wüsten Camp. Außerdem zeigen wir euch, wie man am besten von Marrakesch nach Merzouga kommt und geben euch nützliche Tipps über Unterkünfte, Wüstenübernachtung und Tourenanbieter.

 

Anreise: Von Marrakesch bis Merzouga

Von Marrakesch nach Merzouga fährt man rund 560 Kilometer, das sind rund 9-10 Stunden reine Fahrzeit. Die Straßen sind gut ausgebaut und auch genügend Tankstellen befinden sich auf dieser Route. Die Fahrt kann man ausgezeichnet per Mietwagen auf eigener Faust zurücklegen. Zudem gibt es auf dem Weg zur Sahara einige Sehenswürdigkeiten, wie beispielsweise Ait-Ben Haddou, Tinghir und die Todra Schlucht, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Natürlich gibt es auch geführte Touren die von Marrakesch aus starten.

Tipp: Günstige Flüge finden wir meist über Skyscanner und Momondo!

Die Anreise nach Merzouga, in die Wüste Marokkos, ist schon ein großartiges Erlebnis. Die Fahrt geht übers imposante Atlasgebirge, weiter über die traumhafte Straße der 1000 Kasabahs und vorbei an der saftigen Oase Tinghir. Je südlicher man kommt, desto karger und trockener wird die Landschaft und man merkt, dass man der Wüste Marokkos deutlich näher kommt. Weiter geht die Reise nach Erfoud, eine kleine Wüstenstadt die als Tor zur Sahara gilt. Von dort sind es dann noch weiter 50 km bis nach Merzouga. Der letzte Stopp ist der Wüstenort Rissani mit seinem prachtvoll verzierten Stadttor.

Wüstentour und Kameltrekking in Marokko

 

Aufgrund der tollen Bewertungen auf booking.com hatten wir uns schon vorab für die Wüstentour  mit Wüstenübernachtung vom „Desert Berber Fire Camp“ entschieden. In Merzouga angekommen wurden wir herzlich von den Jungs des Camps empfangen. Es gab zur Begrüßung leckeren Minztee und wir haben uns auf Anhieb wohlgefühlt. Nach einem köstlichen Mittagessen, dass für uns frisch zubereitet wurde, fühlten wir uns sofort wieder fit und munter für das bevorstehende Kameltrekking. Da alles sehr gut organisiert war, konnten wir unser Gebäck im Zimmer abstellen, uns duschen und am späten Nachmittag starteten wir dann den Wüstentrip.

Gemächlich schaukelten wir auf unseren Wüstenschiffen hinein in die Erg Chebbi und schon nach ca. 15 Minuten erreichten wir die ersten Dünen. Diese wurden immer höher und beeindruckender und der Sand leuchtete rötlich-gelb in der Abendsonne. Bald fanden wir uns in einem Meer von riesigen Sanddünen wieder. Der Kamelritt war wirklich atemberaubend schön.

Nach ca. 1 ½ Stunden waren wir dann angekommen und stoppten vor einer riesigen ca. 200 Meter hohen Düne. Wir hatten noch Zeit um die Düne vor Sonnenuntergang zu erklimmen.

Zwar war der Aufstieg nicht ganz leicht, aber von oben aus hatten wir eine atemberaubenden 360 Grad Rundblick über die wunderschöne Erg Chebbi Wüste. So etwas Einzigartiges hatten wir noch nicht erlebt!

Wir blieben noch eine Weile am Grad der Düne sitzen um von dort den unglaublich schönen Sonnenuntergang mitzuerleben. So tief in der Sahara schien es als wären wir dort ganz alleine. Um uns herum war es so ruhig, magische Momente die unsere Marokko Reise unvergesslich machen sollten.

Nachdem die Sonne untergegangen war stiegen wir hinab zu unserem Wüstencamp, wo unsere Guides, Youssef und Ismael schon auf uns warteten. Wir waren überrascht über das schöne saubere Camp, dass mit viele Liebe zum Detail gestaltet wurde. Die Betten und die Zelte waren genial, so viel besser als wir es uns mitten in der Sahara erwartet hatten. Ein kleiner Luxus mitten in der tiefen Wüste Marokkos.

Auch das Abendessen war köstlich! Die Tajine war die leckerste in ganz Marokko. Der Abend wurde noch richtig lustig und bis tief hinein in die Nacht sangen wir am Lagerfeuer marokkanische und österreichische Lieder. Lange blieben wir unter dem traumhaften Sternenhimmel liegen und genossen das magische Ambiente.

Am nächsten Morgen wurden wir von einem Sandsturm geweckt. Ja auch das kann in der Wüste schon mal vorkommen und so sind wir gleich nach dem obligatorischen Minz-Tee zurück nach Merzouga geritten. Dort angekommen wurden wir mit einem hervorragenden Frühstück verwöhnt.

Tipp: Kamelreiten ist eine großartige Erfahrung, kann aber mit der Zeit etwas ungemütlich werden. Zieht euch bequem Kleidung an, keine kurzen Hosen und keine enge Unterwäsche. Nehmt euch Sonnenschutz mit und auch Sportschuhe für die Dünenbesteigung. Vergesst nicht, ihr befindet euch in der Wüste und die Temperatur schwankt zwischen Tag und Nacht extrem.  Auch wenn es am Tag warm bzw. heiß ist, können die Temperaturen in Merzouga nachts schnell auf null Grad fallen. Es hat sogar schon Schnee in der Sahara gegeben.

Jeep Safari

Gut gestärkt ging es bei der Jeep Safari weiter auf Erkundungstour. Besonders interessant war das Khamlia Village, wo wir das erste Mal die spirituelle Gnawa Musik hörten. Später ging es in die schwarze Vulkanwüste, in der uns unsere Guide Hassan zeigte, wie wir selber Fossilien und schöne Mineralien finden können. Auch der Besuch einer Berberfamilie und der Minen von Mefis standen am Programm. Zurück nach Merzouga brausten wir mit dem Jeep entlang der algerischen Grenzen und hatten einen traumhaften Blick über die goldgelben Dünen der Erg-Chebbi.

Hotels in Merzouga

Verzaubert von diesen beeindruckenden Erlebnissen in der Sahara entschlossen wir uns spontan eine Nacht im Wüstenhotel Kasbah Azalay zu verlängern. Das Hotel liegt direkt am Rande der Wüste und hat einen traumhaften Pool und Zimmer mit Ausblick auf die Sahara. Nach einer anstrengenden Kameltour war das Hotel ein wunderbarer Ort zum Relaxen und Entspannen. Hier findet ihr eine Auswahl an fantastischen Wüstenhotels und Resorts in Merzouga:

Tourenanbieter Tipps:

Wenn ihr ein bisschen im Internet recherchiert, stoßt ihr auf eine große Anzahl von Tourenanbietern. Es ist also nicht leicht das perfekte Angebot zu finden. Aufgrund der tollen Bewertungen auf Booking.com und des fantastischen Preis-Leistungsverhältnis haben wir uns dann schlussendlich für das Desert Berber Fire Camp entschieden.

Was ihr euch von der Sahara Tour erwarten könnt:

  • extrem gutes Preis-Leistungsverhältnis. Der Preis für eine Nacht in der Wüste im Berberzelt inkl.  Kameltrekking, reichhaltigem Abendessen und leckerem Frühstück liegen die Kosten bei circa 40 Euro pro Person.
  • Im Vergleich zu anderen Anbietern mit 1 ½ Stunden relativ langer Kamelritt tief hinein in die Sahara und wird mit Kleingruppen durchgeführt.
  • Das Wüstencamp liegt mitten in der Erg-Chebbi, direkt an den höchsten Dünen.
  • Die Verpflegung war ein Traum, die Berberzelte sehr sauber und die Betten bequem. Auch die Gastfreundschaft und die Betreuung vor Ort war unschlagbar.
Hier geht es zum Desert Berber Fire Camp

 

Die Wüstentour nach Merzouga und das Kameltrekking waren ein absolutes Highlight unserer 3-wöchigen Rundreise durch Marokko mit dem Mietwagen!


Hier findest du die besten Unterkünfte in Merzouga:



Booking.com


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